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Netzwerk 50 plus Radtour

Netzwerk 50 plus Drevenack
Radtour am Donnerstag, den 18.  August 2016

Die Gruppe Radfahren gibt’s schon seit Bestehen des Netzwerks 50plus. Die Netzwerkradler  treffen sich jeden 3. Donnerstag im Monat, um 13:30 Uhr am Edeka-Parkplatz. Winterpause ist von November bis April.

Weitere Informationen zur Netzwerkgruppe Radtouren finden Sie / findest Du hier.

Route Radtour am 18.08.2016

Hinweis: Für eine Vollbildansicht klicken Sie / klickst Du bitte in der Karte oben rechts auf das weiße Rechteck.

Gesamtstrecke: 28371 m
Maximale Höhe: 38 m
Minimale Höhe: 19 m
Gesamtanstieg: 163 m
Gesamtabstieg: -166 m
Download file: Drevenack-Isselniederung-Drevenack-2016-08-18b.gpx

Bericht von der Tour im August 2016

Heute ist Donnerstag der 18. August 2016, der Himmel ist strahlend blau und es ist ein schöner warmer Sommertag. Nach und nach kommen über 30 Radlerinnen und  Radler angerollt. Ich bin  von meinem zu Hause in Hünxe gestartet, habe meine kleine Video-Kamera dabei und freue mich drauf endlich das erste Mal in dieser Gruppe mitfahren zu können. Pünktlich um 13:30 Uhr geht’s los. Die Radlerkarawane setzt sich in Richtung Westen langsam in Bewegung. Schon nach wenigen Metern zeigt sich die Routine der Organisatoren vom Netzwerk. Sie haben Warnwesten an und riegeln blitzschnell die Hünxer-Straße ab. So kann der Pulk sicher die Straße queren und auf den Hundsdorfer Weg einschwenken.

An der Spitze fährt Manfred Rühl, der die heutige Radtour vorbereitet hat. Er hält auf ebener Strecke das Tempo routiniert deutlich unter 18 km/h. so dass alle gut mitkommen können. Viele E-Bikes und Treckingräder sind dabei; aber auch einfache Räder mit 3-Gangschaltung. Am Schluss der sich zwischendurch in die Länge ziehenden Gruppe fährt u.a. Detlev Domeyer der heute ebenfalls bewestet darauf achtet, dass auch alle mitkommen und niemand verloren geht.

Es geht am alten Bahnhof vorbei und alsbald erreichen wir die ehemalige Bahntrasse. Weitere Radler stoßen zu uns. Wir fahren unter der Autobahn A3 hindurch. Unterwegs wird munter im Fahren geplaudert. Die Radler spekulieren ein wenig über das mögliche heutige Ziel, das zunächst ein kleines Geheimnis bleibt.  Nach knapp 5 Tageskilometern verlassen wir die Bahntrasse in einer 90°-Kurve und queren an einer Ampel die Bundesstraße B58.

Bärenschleuse

Der vorausfahrende Manfred Rühl lässt die Weseler Stadtteile Obrighoven und Lackhausen links und Lühls Hof rechts  liegen und steuert auf die Issel zu. An der bekannten Bärenschleuse aus dem 17. Jh. machen wir eine Trinkpause. Der extrem hohe Wasserstand durch den tagelangen Starkregen im Frühsommer hat seine Spuren hinterlassen und lässt sich für den aufmerksamen Beobachter noch erkennen. Auch einige Sandsäcke sind von der damals bedrohlichen Situation am Ufer noch übrig geblieben. Jetzt plätschert die Issel gemütlich vor sich hin und sieht total harmlos aus.

Wir folgen dem Verlauf des Flüsschens ein kurzes Stück und schwenken dann auf die B70 ein. An der Lackfabrik ändern wir die Richtung. Auf den gut fahrbaren Wirtschaftswegen geht’s weiter und wir queren die Kreisstraße K19 mit der bewährten Absperrmethode des Netzwerkradlerteams. Links lassen wir Blumenkamp liegen und rechts den Park Grenzenlust. Wir fahren weiter durch den Isselbruch, dann über die Autobahnbrücke und erreichen das Naturschutzgebiet in der Isselniederung. Danach treffen wir erneut auf die Kreisstraße K19, folgen ihr ein kurzes Stück und nähern uns dann dem Tagesziel: Hagemann’s Hofcafé. Wir Radler erreichen die Bauerngastronomie bei einem Tageskilometerstand von 19 km.

Kaffeepause

Hier macht unsere Gruppe im Schatten der Laubbäume im  Garten eine längere Pause. Es gibt Kaffee und Kuchen. Am großen Kuchen-Buffet im liebevoll umgebauten ehemaligen Pferdestall können alle was Leckeres finden. Auch der Durst kann gestillt und der Mineralienhaushalt mit kalten Getränken mehr oder weniger ausgiebig ausgeglichen werden. Die schöne und sehr entspannte Nachmittagspause mit Zeit für das eine oder andere gute Gespräch gefällt mir ausgesprochen gut. Genug Zeit zum Innehalten, verweilen und miteinander reden  – wunderbar.

Rückfahrt und Absacker

Auf der Heimfahrt radeln wir noch mal in der Nähe der Issel und eine kurzes Stück auf der B70 entlang. Die Strecke verläuft überwiegend wieder auf verkehrsarmen Wirtschaftswegen. Zum Schluss fahren wir am kleinen Hohlebach und dem Plankenbach vorbei über den „Hohen Weg“ und die „Alte Marienthaler Straße“ nach Drevenack zurück. Als wir uns zum Absacker im Biergarten Alt-Peddenberg zusammensetzen stehen knapp 29 Tourkilometer auf dem Tacho. Hier lassen wir eine wunderbare Radtour gemütlich und entspannt ausklingen. Gerne denke ich an diesen schönen Sommer-Nachmittag zurück.

Fazit

Ich bin in den letzten beiden Jahren rund 7.000 km auf deutschen und europäischen Jakobswegen mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Da habe ich sehr viel Schönes „erfahren“. Aber auch die heutige Tour werde ich gerne in allerbester Erinnerung behalten und ich bin froh und dankbar, dass ich heute dabei sein konnte.

Komm fahr das nächste mal mit

Die Netzwerkgruppe sucht  immer eine Tour aus, die etwa 30 km beträgt. Zwischendurch wird eine Kaffeepause eingelegt. Schön ist es, wenn sich aus der Gruppe jemand meldet, der gerne die nächste Tour planen und führen möchte. Neue Radfahr-Mitglieder sind in unserer Truppe gern gesehen!

Kontakt: Detlef Domeyer Tel. 02853 5211

Bilder des Tages

Hinweis: Wenn Sie zufällig abgebildet sein sollten, stellen wir Ihnen das Foto / die Fotos, auf denen Sie selbst zu sehen sind, für Ihre privaten Zwecke gern kostenlos zur Verfügung und – auf Ihren Wunsch hin – löschen wir solche Bilder natürlich sofort. Benutzen Sie dazu die Kontakt-Seite.

Video des Tages

Netzwerk 50plus Museumsinsel

Netzwerk 50plus Drevenack – Gruppe Kultur
Ausflug zur Museumsinsel Hombroich bei Neuss
am Mittwoch, den 10.  August 2016

Weitere Informationen zur Netzwerkgruppe Kultur und zum Ausflug finden Sie / findest Du hier.

Kunst parallel zur Natur

Die siebzehn Ausflugs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer bilden Fahrgemeinschaften und starten mit Privatautos gegen 10:30 Uhr am Kirchplatz in Drevenack in Richtung Neuss, Minkel 2.

Dort finden wir das 1987 eröffnete Museum Insel Hombroich. Es ist der verwirklichte Traum des Düsseldorfer Sammlers Karl-Heinrich Müller. Das Museum ist keine von Wasser umgebene Insel sondern ein magischer Ort – eine Insel der Glückseligkeit. Hier können wir als Besucher unseren eigenen Weg finden zwischen drinnen und draußen, zwischen Entspannung und Konzentration.

Für Kunst- und Naturliebhaber ist das Museum Insel Hombroich geradezu paradiesisch. Inmitten einer urwüchsigen Flora zwischen Teichen und Wäldern finden sich in luftigen Pavillons einzigartige Kunstwerke quer durch die Jahrhunderte und Kulturen. Hier treffen Collagen von Kurt Schwitters auf altchinesische Tonfiguren, Aquarelle von Paul Cézanne gesellen sich zu afrikanischen Fetischen, filigrane Mobiles von Alexander Calder kontrastieren mit monumentalen Khmer-Skulpturen.

„Kunst parallel zur Natur“- das war das Motto des Sammlers und Gründers der Insel Hombroich, Karl-Heinrich Müller (1936-2007). Er hat seiner Vision vom Einklang zwischen Kunst, Kultur, Architektur und Natur ein Gesicht gegeben. Der Gartenarchitekt Bernhard Korte hat im Auftrag Müllers die Park- und Auenlandschaft an der Erft einfühlsam gestaltet und renaturiert.

Um die Insel Hombroich zu erreichen braucht es weder Schiff noch Boot, aber gutes Schuhwerk, um sich auf langen Spaziergängen über Brücken und durch Wiesen die weitläufige Kunstoase zu erlaufen. Das Museum Insel Hombroich ist ein besonderer Ort, jenseits des hektischen Alltags und modischer Trends. Es lädt dazu ein, sich auf die unmittelbare Begegnung mit Kunst und Natur einzulassen. Im Museum gibt es keine Hinweisschilder.

In einem der vielen Häuser wird gegen eine Spende ein einfaches Mittagessen und was zu trinken angeboten. Kaffee, Wasser, Schmalz, verschiedene Brotsorten, Salate, Kuchen, Quark, Konfitüren und anderes schmecken uns prima.

Wir Besucher können auf dem weitläufigen Gelände unsere eigenen Wege finden und dabei Kunst ebenso wie Natur entdecken. Diese Freiheit des Geistes macht den besonderen Reiz des Museums aus. Der Tag im Museum Insel Hombroich und der ständige Wechsel zwischen drinnen und draußen schärft die Sinne und beeindruckt die meisten von uns. Ein toller Kontrapunkt und Urlaub für die Seele. Der lange Spaziergang durch das ungewöhnliche Museum eröffnet auch eine gute Möglichkeit für Gespräche untereinander und bietet Zeit um Innehalten.

Bei einer Pause in einem Pavillon am Wasser gibt’s noch leckeren – im Rucksack mitgebrachten – selbstgebackenen Kuchen. Das Wetter hat sich im Laufe des Tages prächtig entwickelt. Es ist warm, die Sonne scheint oft und der Himmel ist blau/weiß. Die kurze Regenschauer wird nach wenigen Minuten von der Sonne vertrieben und ist schnell aus unserem Sinn.

Am späten Nachmittag fahren wir wieder mit den Eindrücken des Tages im Kopf nach Drevenack zurück.

Bilder des Tages

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Fotos: Waltraud und Gustav Sommer, Wilma Externbrink

Video Museumscheck 3sat
Museumscheck Video 3sat
Museumscheck Video 3sat

Netzwerk 50plus – Grillen

Informationen über das Netzwerk 50plus Drevenack finden Sie / findest Du auf der eigenen Webseite.

Allgemeines Netzwerktreffen mit Grillabend am Donnerstag, 4. August 2016

Das diesjährige Grillen findet auf Grund der Wetterlage jetzt auf dem Hof der Familie Manfred Rühl statt.

Über siebzig Netzwerkerinnen und Netzwerker sind dabei und haben unter der Überdachung an den Festzeltgarnituren Platz genommen. Neben allerlei Köstlichkeiten vom Grill gibt es auch diverse Salate und Brot vom Buffet. Die „Grillmeister“ bedienen zwei große Grills. Natürlich fehlen auch die Getränke nicht.

Wie immer, haben sich die Netzwerker aus den über zwanzig selbst organisierten  Gruppen viel zu erzählen.  Später spielt als Überraschung eine zweiköpfige Kapelle auf. Das ist einerseits ganz nett aber andererseits wird die Kommunikation untereinander auf Grund der Lautstärke der Musik doch gebremst, was ich persönlich schade finde.

Das Wetter hält sich bis auf ein paar Regentropfen zwischendurch, so dass man gut „draußen“ sitzen kann.

Weiterer Text folgt …

Bilder des Tages

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DEPT Dresden

Dresden wir kommen …

zum DEPT, dem Deutschen Evangelischen Posaunentag vom 3. bis 5. Juni 2016 – Luft nach oben …

Die Erinnerungen an den Ausflug unseres Posaunenchores nach Dresden und an den Kirchentag 2011 in  Dresden sowie besonders an den grandiosen Deutschen Evangelischen Posaunentag 2008 in Leipzig sind noch sehr präsent. Über 16.000 Bläser und ca. 3.000 weitere Gäste folgten 2008 der Einladung des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland EPiD und zelebrierten damals das größte Bläsertreffen weltweit.

Acht Jahre später lädt der EPiD in die wunderbare Stadt an der Elbe, nach Dresden wieder zum DEPT ein und wir fünf vom Posaunenchor Drevenack sind auf dem Weg dort hin, um gemeinsam mit über 22.420 Bläserinnen und Bläsern am größten Posaunenchortreffen der Welt mitzuwirken. Wir freuen uns auf das Flächengold, die Bläsermusik und die Stadt Dresden. Trotz der großen Zahl der Mitwirkenden hoffen wir auf viele Begegnungen – auch mit uns bekannten Gesichtern aus der alten und neuen Haimat. So sind wir mit Simone aus Leverkusen/Köln verabredet, die sich das Doppelzimmer mit Heike bis zum Sonntag teilt.

Wir reisen mal wieder einen Tag früher an und bleiben dafür einen Tag länger. 😉 Unser Quartier ist direkt neben der Frauenkirche.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Gut gelaunt und voller Erwartung brechen wir morgens um halb 7 Uhr in Hünxe auf. Zuerst holen Walli und ich Gisela und Kalli in Drevenack ab. In Voerde parken wir auf Heikes Stellplatz unser Auto. Ab hier sind es nur wenige Schritte bis zum Gleis 1 am Voerder Bahnhof. Auf Grund der aktuellen Unwettersituation haben wir unseren Start etwas nach vorne verlegt.

Die Nahverkehrszüge in Voerde haben Verspätung. Nach einer Fahrt im sehr vollen Zug sind wir rechtzeitig  in Duisburg und schaffen unseren Zug nach Berlin. Wir kommen pünktlich am Berliner Südkreuz an und beeilen uns, um  unseren Zug nach Dresden rechtzeitig zu bekommen.  Mit alten Geschichten von Leipzig und Dresden verkürzen wir die Fahrt und treffen beinahe pünktlich um kurz nach 15 Uhr in Dresden ein.

Das Wetter hier in Dresden ist schön geworden. Wir checken zügig ein und geben Simone noch die Zimmernummer per SMS durch. Leider hat Sie Ihren Anschlusszug nicht bekommen und wird. ca. 1 Stunde später in Dresden sein.

Um 16 Uhr treffen wir uns zu einem kleinen Rundgang an der Frauenkirche und genehmigen uns Kaffee und Kuchen in der Sonne. Auf dem Platz spielt ein russisches Blechbläserquartett exzellente Bläsermusik und stimmt uns damit auf den Posaunentag wunderbar ein.

Simone ist inzwischen zu uns gestoßen und wir sechs suchen ein uns aus früheren Besuchen  in guter Erinnerung gebliebenes Traditionslokal zum Abendessen in der Münzgasse auf.  Wir genießen unser Abendessen und runden mit einem Spaziergang zur Elbe den Anreisetag ab.

Anreise mit dem Zug

Voerde(Niederrhein) 02.06. ab 07:48 Gleis 1
Duisburg Hbf 02.06. an 08:15 Gleis 3
RB 30527

Duisburg Hbf 02.06. ab 08:31 Gleis 11
Berlin Südkreuz 02.06 an 12:59 Gleis 5
IC 2222
5 Sitzplätze, Wg. 8, Pl. 91 92 93 94 98,
2 Fenster, 3 Gang, Tisch,

Berlin Südkreuz 02.06. ab 13:07 Gleis 3
Dresden Hbf 02.06. an 14:58 Gleis 1
EC 175
5 Sitzplätze, Wg. 259, Pl. 51 52 53 54 55,
1 Fenster, 2 Mitte, 2 Gang, Abteil

Bilder des Tages 02.06.2016

Video des Tages 02.06.2016

Kleiner Rundgang am Vorabend des DEPT an der Frauenkirche in Dresden.

Freitag, 3. Juni 2016

Noch regnet es hier in Dresden nicht. Wir gehen jetzt erstmal hier um die Ecke neben der Frauenkirche frühstücken. Es ist warm und wir sitzen im Freien.

Anschließend streifen wir zu Fuß durch die Altstadt: Frauenkirche, Neumarkt, Altmarkt und Kreuzkirche liegen auf unserer Route. Danach erkunden wir den Weg  zum Hygiene-Museum. Auf unserer einfachen Stadtplanskizze ist der Weg nicht so leicht zu erkennen. Doch meine NAVI-App Komoot verschafft uns Klarheit. Auf  dem Rückweg streifen wir einen Wochenmarkt und nehmen als Vorspeise schon mal eine Bratwurst vom originellen Fahrrad-Holzkohlengrill zu uns. Für die geplante Mittagspause am Elbufer nehmen wir von diesem Markt noch ein paar trockene  Brötchen mit.

Nachmittags brechen wir mit Instrumenten in Richtung Altmarkt auf. Um 16 Uhr beginnt der Vorlauf und um 17 Uhr die Eröffnungsveranstaltung parallel auf dem Altmarkt und dem Neumarkt. Leider hat es zu Beginn des Vorlaufs kräftig geregnet. Da haben wir uns am Altmarkt zunächst ins Cafe Central zurückgezogen. Zwischendurch kam die Sonne raus und wir waren bläserisch auf dem Altmarkt dabei.  Bei einer Schauer während der Eröffnung werden wir auch ordentlich nass. Trotzdem ein gelungener Auftakt.

Danach haben wir noch Zeit für ein Fischbrötchen und eine Bratwurst. Bei den Ständen am Neumarkt entdecken uns unsere alten Freunde Jens und Sven aus Nordhessen. Beide blasen bei Brass for Fun mit.

Jetzt noch schnell ins Hotel die Instrumente wegbringen und die nassen Klamotten wechseln. Um 20 Uhr hören wir ein sehr gutes Konzert „Ihr Schall gehet aus!“ mit Ludwig Güttler in der Frauenkirche.

Beim Absacker im Augustiner gesellt sich Dörthe aus Hamminkeln noch zu uns. Die Stimmung und unsere Kellnerin sind spitze. Das Helle schmeckt auch bei einigen Regentropfen. Helles und gebratene Schinken-Nudeln machen mich zum Abschluss des Tages zusätzlich glücklich – Ein schöner Tag!

Bilder des Tages 03.06.2016
Video des Tages, 03.06.2016

Samstag, 4. Juni 2016

Heute frühstücken wir bereits um 8 Uhr. Für 9:15 Uhr haben wir uns ein Großraumtaxi zum Stadion bestellt. Dort beginnt um 10 Uhr unsere Probe. Das Wetter wird besser. Der Regen soll wärmer werden. 😉

Der Regen bleibt sogar weitgehend aus. Der Himmel ist blau/weiß und oft scheint die Sonne und es ist warm.

Wir freuen uns auf die Probe im Stadion. Den Innenraum Z1 erreichen wir mit dem Großraumtaxi und zu Fuß deutlich vor dem Beginn der Probe. Walli hält auf ihrem Rundgang  Ausschau nach bekannten Gesichtern. Sie findet Gisela – eine Bläser- und Pilgerfreundin – im sich langsam füllenden Stadion. Wir kennen uns vom Bord-Posaunenchor. Die Wiedersehensfreude ist groß.

Die Bläserprobe läuft an. Auf der Bühne sitzt der „Kleine Chor“, der aus den Posaunenwarten der EPiD Mitgliedsverbände besteht. Das finden wir von der Tutti-Bläserbasis musikalisch und auch sonst großartig. Wir hatten genügend Platz, konnten entspannt sitzen und haben dadurch sehr gute Sicht auf den Dirigenten. Das bringt Qualtät und macht zufrieden. Hier mal ein dickes Lob an die Organisatoren. Auch akustisch sitzen wir mittig – das ist einfach optimal. Der entfernte Chor 2 hat es offensichtlich nicht so leicht, was man/frau an den Ergebnissen leider auch hören kann. Da ist noch Luft nach oben. Aber dafür gibt’s ja die Probe.

Nach der gelungenen Probe laufen wir zum Hygiene-Museum. Heike ist total glücklich, weil dort Alphörner spielen und außerdem noch NOTENMATERIAL für „Alphorn und Posaunenchor“ von Andreas Frey abstaubt. Wir machen hier eine Pause und fahren anschließend mit einem Großraum-Taxi zurück in die Altstadt.

Am Neu- und Altmarkt verbringen wir den Nachmittag mit Fischbrötchen, Thüringer Bratwurst und Wernesgrüner. Am Altmarkt treffen wir unsere Bläserfreundinnen Frauke und Silke aus der alten Heimat. Auf der Bühne spielen unsere Bläserfreunde Jens und  Sven mit BRASS FOR FUN aus Nordhessen. Wir ziehen mit Brass for Fun weiter zum Neumarkt.

Um 20 Uhr besuchen wir das Konzert „Die Himmel erzählen“ mit „unserem“ LPW Jörg Häussler und den Auswahlchören „Buccinate Deo“  und „Con Spirito“ im Hygiene-Museum. Die Kombination Musik, Bilder und gesprochenes Wort zum Thema des Konzerts ergänzen sich wunderbar. Der Astronom M. Geffert von der Uni Bonn nimmt uns kurzweilig  in die Unendlichkeit des Weltalls mit.  Dieses Konzept kommt bei uns und anderen Zuhörern offensichtlich gut an.

Schon geht’s weiter zur Serenade an der Elbe. Auf den Weg dorthin sind nicht nur wir Bläser, sondern auch viele Zuhörer unterwegs. Wir blasen im Chor 1  am Königsufer und links von uns Chor 2. Wir freuen uns gegenüber am anderen Elbufer  vor der Kunstakademie die  wirklich sehr guten Bläserinnen und Bläser der vereinigten Landesjugendposaunenchöre zu hören. Ein wahrer Ohrenschmaus.

Bis auf die Moderation war die Serenade eine großartige Veranstaltung. Leider hat der Moderatorin u.a. keiner erklärt, dass wir Bläserinnen und Bläser keine Aufforderung zum Applaudieren brauchen. Wir können das selbst entscheiden und auch eindrucksvoll mit „unserem“ B-Dur Akkord demokratisch bestätigen. Belehrungen dazu halte ich für nicht angemessen. Trotzdem ist auch diese Veranstaltung für uns etwas wunderbares.

Auch das Feuerwerk hat uns überrascht, getreu dem Motto „Luft nach oben … „, da geht noch was. Trotz meiner Grundhaltung „Brot statt Böller“ überzeugen mich die strahlenden Augen und die begeisterten Blicke heute Abend an den leuchtenden Himmel.

Ein Höhepunkt folgt dem nächsten. Unseren traditionellen Absacker nehmen wir wieder im Augustiner am Neumarkt. Ein, zwei drei Helle und Schinken-Nudeln können meine Bläserseele zusätzlich tiefenentspannen.

Aber es kommt noch besser: um 24 Uhr fangen zwei oder drei junge Bläserinnen an der Frauenkirche an, Choräle zu spielen. Aus zwei oder drei werden mehr und mehr und noch mehr und das Ganze entwickelt sich zum Wunschkonzert. Die Bläser spielen auf unseren Zuruf unseren Favoriten EKG 488: Bleib bei mir Herr. Neben der wachsenden Zahl Bläserinnen und Bläser werden auch die Zuhörer immer mehr und es breitet sich über den Neumarkt eine bezaubernde Nachtstimmung aus.

Schon wieder: „Ein schöner und großartiger Tag!“

Bilder des Tages 04.06.2016
Videos des Tages 04.06.2016

Brass for Fun aus unseren alten Heimat Nordhessen am Alt- und Neumarkt in Dresden

Kurrendeblasen und Serenade an der Elbe

Sonntag, 5. Juni 2016

Gut gelaunt treffen wir uns bereits um 8 Uhr zum Frühstück. Danach geht’s mit „unserem“ Großraumtaxi zu sechst zur Abschlussveranstaltung ins Stadion. Wir treffen rechtzeitig ein und schon vor dem Vorprogramm um 10:30 Uhr steigt befeuert durch das Spiel einzelner Gruppen die Stimmung im Stadion unter den Bläsern immer mehr an.

Das Stadion füllt sich, insgesamt sollen 33-tausend da sein. Die Zahlangaben des Moderators irritieren uns: Bei über 22.000 Anmeldungen spricht der Mensch von 17.000 Bläsern? Aber egal, denn wo zwei oder drei …

Der Vorlauf beginnt. Wir sitzen sehr gut und das Zusammenspiel klappt deutlich besser als in der gestrigen Probe.

Im Vorprogramm kommt schon  gute Stimmung auf. Die Beiträge der Moderatoren wirken auch heute manchmal etwas aufgesetzt, fern der Basis und sind in weiten Teilen aus meiner Sicht nicht immer authentisch. Ausnahme ist hier für mich das Interview mit Margot Käßmann. Sie unterstreicht die Dinge, die auch uns wichtig sind, wie zum Beispiel, dass in den Posaunenchören Jung und Alt oft zusammen musizieren und wir auch oft dem Gemeindeaufbau dienen. Frau Käßmann bezieht schon im Vorprogramm klar Stellung zur Nächstenliebe und zur aktuellen Situation in Deutschland. Sie nimmt klar Stellung gegen die Pegida und macht deutlich: Wenn hier in Dresden die PEGIDA immer wieder erklärt, sie verteidige das christliche Abendland; dann müssen wir Christen klar sagen: „Nein, ihr nicht!“ Christlicher Glaube errichtet keine Mauern sondern bringt solche Mauern zum Einstürzen. Die Bläserinnen und Bläser signalisieren ihre Zustimmung mit einem kräftigen „B-Dur“ in den strahlend blauen Himmel.

Pünktlich um 12 Uhr verschafft uns die „Ceremonial Fanfare“ von Stefan Mey und  die „Festival Intrada“ vom Gewinner des Komponistenwettbewerbes Michael Schütz eine erste Welle  Gänsehaut.

(Quelle: DEPT)Die Luft ist der Tonträger unserer Musik. Zur Ehre Gottes richtet sich unsere klingende „Luft nach oben“. Wir leben von unserem Atem und von frischem Wind. Aber als Christen haben wir zugleich die Hoffnung auf mehr und die Einsicht, dass wir auf Versöhnung angewiesen sind. Eben dass da noch „Luft nach oben“ ist. Unser Posaunentags-Motto bietet viel Raum für Interpretation und musikalische Ausgestaltung, so löst in diesem Gottesdienst musikalisch ein Höhepunkt den nächsten ab.

Die Predigt von Margot Käßmann, der Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017 ist wie erwartet inhaltlich und rhetorisch perfekt. Sie verdeutlicht die Werte der christlichen Nächstenliebe und sagt u.a.:
„Wenn hier in Dresden die PEGIDA immer wieder erklärt, sie verteidige das christliche Abendland; dann müssen wir Christen klar sagen: „Nein, ihr nicht“ Und das können die Posaunen ruhig mal klar mit einem Ton unterstreichen. Es waren Posaunen, die die Mauern von Jericho zum Einstürzen brachten und so können auch überzeugte Posaunenchöre die Mauern des Rassismus, der Ausgrenzung und von Fremdenhass in Grund und Boden blasen. Diese Mauern werden nicht errichtet im Namen des christlichen GlaubensNein ! Sondern christlicher Glaube bringt solche Mauern zum Einstürzen. Weil er etwas weiß von Nächstenliebe und Barmherzigkeit.“

Die Dirigate von LPW Schlegel und LPW Tilmann Peter auf den schnellen LED-Wänden finde ich klasse. Auch der „Kleine Chor“ mit den Posaunenwarten der Mitgliedsverbände des EPiD ist motivierend und eine gute und gemeinschaftsfördernde Idee. Das kommt bei uns sehr gut an und löst oft Gänsehaut aus.

Die inszenierte La Ola Welle war ein guter und schöner Abschluss des Gottesdienstes. Wenn ich mir allerdings die Bemerkung nicht verkneifen kann: „SPONTAN, wie beim ersten Posaunentag damals in Leipzig fand ich ergreifender“. Da könnten sich die Organisatoren auf die Basis der Tutti-Bläser verlassen. Man muss nicht alles vor organisieren, schon gar keine Applaus-Aufforderungen, wie bei der Serenade am Vorabend oder La Ola Wellen. Trotzdem:

Es waren wunderbare Tage!

Bilder des Tages 05.06.2016

Videos des Tages 05.06.2016

Was für ein Posaunentag! Drei Tage ganz im Zeichen des Messing, des Glaubens, der Musik! Dankbar rufen wir „Gloria sei dir gesungen“ für drei unvergessliche Tage in Dresden:

Klare Worte von Margot Käßmann gegen Fremdenhass (3:40), Auzug aus der Predigt:

Neben ernsten Themen gab’s natürlich auch Spaß und jede Menge gute Blechbläsermusik.

Montag, 6. Juni 2016, Rückreise

Entspannt treffen wir uns heute zum letzten Mal im Edelweiß neben der Frauenkirche zum Frühstück im Freien. Gerne schauen wir beim Frühstück auf die letzten sehr, sehr schönen Tage zurück und denken auch an Simone, die heute schon wieder im Büro sitzt.

Nach dem Auschecken fahren wir ein letztes mal im Großraumtaxi – diesmal zum Hauptbahnhof. Wir decken uns noch am Bahnhof mit Getränken und anderem Reise-Proviant ein. Kurze Zeit später fahren wir mit dem Zug über die Elbe und den Elberad-/Pilgerweg und blicken noch einmal auf das wunderbare Panorama der sächsischen Metropole. DANKE DRESDEN!  

Dresden Hbf 06.06.ab 11:20 Gleis 3
Hannover Hbf 06.06.an 15:23 Gleis 11
IC 2440

Hannover Hbf 06.06.ab 15:31Gleis 12
Duisburg Hbf 06.06.an 17:47 Gleis 4
ICE 848
5 Sitzplätze, Wg. 22, Pl. 71 72 73 74 77,
2 Fenster, 3 Gang, Tisch,

Duisburg Hbf 06.06.ab 17:58 Gleis 10
Voerde(Niederrhein) 06.06.an 18:23 Gleis 2
RB 10352

Ab Hannover haben wir eine Verspätung von rund 50 Minuten. Dadurch verpassen wir natürlich unseren Zug in Duisburg. Kurz vor  8 Uhr sind wir glücklich, zufrieden und etwas Müde wieder zu Hause.

Bilder des Tages 06.06.2016

… folgen

Fazit

Für uns Bläserinnen und Bläser vom Posaunenchor Drevenack war der DEPT – trotz der leicht verregneten Eröffnung am Freitag – eine wunderbare Veranstaltung, die unsere Bläserseelen streichelte. Sowohl die sehr gelungenen Mitblasveranstaltungen als auch die von uns besuchten Konzerte waren beeindruckend und bewegend – einfach toll. Die Gastfreundschaft der Dresdner, die entspannte Stimmung in der Stadt, die Lage unserer Unterkunft direkt neben der Frauenkirche und das mediterrane Wetter haben für uns außerdem zum Gelingen des zweiten Deutschen Evangelischen Posaunentages in Dresden wunderbar beigetragen. Die vielen spontanen und zufälligen Begegnungen waren bereichernd und inspirierend. Die frühe Anreise mit der Bahn – einen Tag vorher – und unsere späte Abreise – einen Tag später – haben sich für uns auch dieses mal gelohnt.  Alles wunderbar und alle Daumen hoch. Ein fettes Dankeschön an alle, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. – SUPER!

Diese wunderbaren Tage mit dem größten Posaunenchor der Welt werden uns sicherlich noch lange in allerbester Erinnerung bleiben!

Die DEPT-Seite schreibt:

Dresden bildete eine großartige Kulisse für drei Tage Flächengold – ob zur Serenade am Elbufer, zu den verschiedenen Angeboten rund um die Kreuzkirche oder zum Abschlussgottesdienst im Stadion. 22.429 Teilnehmer – Bläserinnen und Bläser sowie mitreisende Posaunenchor-Enthusiasten – machen den Posaunentag zum mit Abstand größten Posaunenchortreffen der Welt.

Der Abschlussgottesdienst wurde im Fernsehen übertragen und kann bis zum 13. Juni HIER in der MDR-Mediathek nachgeschaut werden.

Danke für ein unvergessliches Bläserfest. Danke, liebe Posaunenchöre, Danke Dresden!

Und zum Schluss noch die Hitparade Bestes Blech

Luft nach oben

Wir sehen uns in Dresden …

Der Posaunenchor Drevenack nimmt mit fünf Bläserinnen und Bläsern am DEPT 2016 in Dresden vom 2. bis 6. Juni aktiv teil.

Beim Deutschen Evangelischen Posaunentag 2016 wird Dresden eine großartige Kulisse bilden für drei Tage Flächengold – ob zur Serenade am Elbufer, zu den verschiedenen Angeboten rund um die Frauenkirche oder zum Abschlussgottesdienst im Stadion. Mit dem Anmeldeschluss steht es fest: 22.429 Teilnehmer – Bläserinnen und Bläser sowie mitreisende Posaunenchor-Enthusiasten – machen den Posaunentag zum mit Abstand größten Posaunenchortreffen der Welt.